Infografik: Wie soll ich mein Studium finanzieren?

Um die durchschnittlich 810 € aufzubringen, die ein deutscher Student im Monat zum Leben benötigt, gibt es viele Wege. Vom Nebenjob über den Studentenkredit bis zum Bafög haben wir hier einige Infos für euch. Denn nicht jeder ist ein Justus und fährt mit Papas Porsche in die Uni ;-)

Infografik: Wie soll ich mein Studium finanzieren?

So finanziert der Durchschnittsstudent sein Studium

Der durchschnittliche deutsche Student benötigt im Monat 810 EUR zum Leben. Dies geht aus Statistiken und Umfragen hervor, die unter allen Studenten, unabhängig von der Art der Hochschule, erhoben wurden. In diesem Betrag sind alle Kosten enthalten, die der Student zum Leben benötigt. Die Wohnkosten stellen dabei den größten Posten. Hinzu kommen die Kosten für Lebensmittel, für die Mobilität, aber auch für Kleidung und für die Teilnahme am kulturellen Leben. Studiengebühren und Kosten für die Bedarfsmittel sind ebenfalls enthalten. Grundsätzlich haben Studenten einen Anspruch auf Unterstützung durch das Elternhaus. Eltern müssen ihren Kindern das Studium finanzieren, wenn es sich um das Erststudium handelt und wenn es unmittelbar nach der Beendigung der Schulzeit begonnen wurde. Tatsächlich bekommt der durchschnittliche Student jedoch nur 469 EUR monatlich von seinen Eltern. Dies liegt darin begründet, dass die Eltern Einkommensfreigrenzen haben, die bei der Bemessung des studentischen Bedarfs berücksichtigt werden. Unterhalb dieser Freigrenzen müssen sie keine Unterstützung leisten, da der eigene Lebensunterhalt im Vordergrund steht. Die meisten Studenten sind somit auf weitere Einkommensquellen angewiesen, um ihren Bedarf zu decken.

Einkommensquellen der Studenten

Jeder Student hat Anspruch auf Bafög, solange er sein erstes Studium aufnimmt und die Altersgrenze von 30 Jahren zu Beginn des Studiums noch nicht überschritten hat. Es gibt individuelle Ausnahmen, die in dem individuellen Lebensweg begründet sind. Die Maximalzahlung, die ein Student beanspruchen kann, liegt bei rund 700 EUR im Monat. Hier kommt es darauf an, ob der Student bei seinen Eltern wohnt oder nicht. Tatsächlich bekommt der durchschnittliche Student jedoch nur 138 EUR. Die meisten Studenten fallen in eine elternabhängige Förderung. Dies bedeutet, dass das Einkommen der Eltern angerechnet wird. Aber auch das eigene Vermögen spielt eine Rolle. Ein zu hoher Verdienst der Eltern oder eigenes Vermögen werden mit dem Anspruch verrechnet. Aus diesen Gründen können nur wenige Studenten das volle Bafög beanspruchen. Zu den weiteren Einkommensquellen gehören ein Nebenjob, das eigene Vermögen, aber auch Zinsen oder Erspartes. Aus ihrem Nebenjob erwirtschaften Studenten monatlich 207 EUR. Das Ersparte oder die Aufnahme eines Kredits machen nur 104 EUR des Bedarfs aus.

Aufnahme eines Kredits zur Finanzierung des Studiums

Seit einigen Jahren haben Studenten die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen, um ihr Studium auf diese Weise zu finanzieren. Einige Banken und die Sparkassen, aber auch die KfW-Bank vergeben spezielle Studentenkredite, die jedoch an Altersgrenzen gebunden sind. Der Vorteil liegt darin, dass sich der Student voll auf sein Studium konzentrieren kann, denn der Studentenkredit deckt den vollen Bedarf. Ein Nebenjob oder die Unterstützung durch die Eltern ist nicht zwingend erforderlich. Der Nachteil legt darin, dass der Student mit Schulden in seinen beruflichen Lebensweg einsteigt, denn der Kredit muss in vollem Umfang zurückgezahlt werden. Aus diesem Grund sollte der Student bei der Kreditaufnahme auf die Höhe der Zinsen und auf die Kreditlaufzeit achten und alle Angebote sehr gut vergleichen. Die Rückzahlung des Studentenkredits beginnt nach dem Ende des Studiums. Da akademische Abschlüsse in vielen Bereichen sehr gefragt sind und viele Studenten schnell in den Beruf einsteigen können, bereitet die Rückzahlung auch aufgrund der günstigen Zinsen für die Studentenkredite oftmals keine Probleme.

Bildquelle: Smava
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Mit Ü30 zurück in den Hörsaal: Wege zur Studienfinanzierung

Bildung kann teuer sein. Im Durchschnitt kostet ein Studium 45.000 Euro. Ein ordentlicher Betrag, der aufzeigt, dass die Zeit bis zum ersehnten Abschluss kein Zuckerschlecken ist. Der durchschnittliche Student bessert den Unterhalt, den er von den Eltern oder durch das BAföG-Amt erhält, zusätzlich mit Nebenjobs auf

Bildung kann teuer sein. Im Durchschnitt kostet ein Studium 45.000 Euro. Ein ordentlicher Betrag, der aufzeigt, dass die Zeit bis zum ersehnten Abschluss definitiv kein Zuckerschlecken ist. Der durchschnittliche Student bessert den Unterhalt, den er von den Eltern oder durch das BAföG-Amt erhält, zusätzlich mit Nebenjobs auf.

Trotzdem leben die meisten Studenten hierzulande sehr nah, oftmals unter, der Armutsgrenze. Andererseits öffnet ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium auch Türen. Verständlich also, dass nicht nur frischgebackene Abiturienten in den Genuss der besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt kommen wollen. Manch einer entscheidet sich erst später zu einem Hochschulstudium. Das Warum spielt im Zusammenhang mit diesem Beitrag eine untergeordnete Rolle. Viel spannender ist die Frage, wie das Unternehmen Studium Ü30 zu finanzieren ist!

Die 30 scheint die magische Altersgrenze zu sein

Wer im Alter von 30 Jahren oder älter sein Erststudium aufnimmt, der bekommt nur in seltenen Ausnahmefällen BAföG. Solche Ausnahmen sind beispielsweise die Erziehung eines Kindes oder das Erreichen der allgemeinen Hochschulreife über den zweiten Bildungsweg. Für Master-Studiengänge liegt die Altersgrenze bei 35 Jahren, wobei die Ausnahmen dieselben bleiben. An den Altersgrenzen der staatlichen Studienförderung orientieren sich vielfach auch solche aus Stipendien. Für Erststudenten, die vorher in ihrem Ausbildungsberuf gearbeitet haben, gibt es darüber hinaus spezielle Begabtenförderungsprogramme.

Da auch Studenten krankenversichert sein müssen, betrifft die Altersgrenze 30 auch diesen Bereich. Hierbei geht es zwar nicht darum, Geld zu bekommen. Es ist jedoch wichtig, sich richtig zu versichern, um möglichst wenig für die Kranken- und Pflegeversicherung zu bezahlen. Nützliche Hinweise zum Thema Krankenversicherung für alle Studenten Ü30 gibt es hier.

Studienkredit als letzter Ausweg

Auf den ersten Blick scheint die Aufnahme eines Kredites unter günstigen Bedingungen eine gute Idee zu sein, um den Traum vom Studium zu verwirklichen. Den zweiten Blick sollte man dann aber über den Schuldenberg schweifen lassen, der sich damit ansammelt. Anders als beim staatlichen BAföG lassen sich die Kreditinstitute nach Studierende auch nicht lange vertrösten und wollen nach etwa einem Jahr mit der Rückzahlung anfangen, zuzüglich Zinsen versteht sich.

Ein kostengünstigerer Ausweg ist es daher, sich einen Job zu suchen, mit dem das Studium finanziert werden kann. Hier haben diejenigen Vorteile, die zuvor eine Berufsausbildung absolviert haben. Die müssten dann nicht Kellnern oder im Kino Karten abreißen gehen, wenn sie es schaffen, in ihrer Branche eine entsprechende Teilzeitstelle zu ergattern.

Studenten in der Geldfalle: Kredit als Ausweg?

Geld ist das wohl heißeste Thema unter Studenten. Studiengebühren, hohe Mieten in Großstädten sowie das Leben an sich sorgen monatlich für klamme Finanzen; selbst ein Nebenjob kann das Problem nur leicht lindern, nicht aber völlig verhindern. Ist ein Kredit vielleicht eine Alternative?

Geld ist das wohl heißeste Thema unter Studenten. Studiengebühren, hohe Mieten in Großstädten sowie das Leben an sich sorgen monatlich für klamme Finanzen; selbst ein Nebenjob kann das Problem nur leicht lindern, nicht aber völlig verhindern. Für viele Studenten ist ein Kredit deswegen eine willkommene Alternative. Die Banken haben diesen Trend natürlich längst erkannt und bieten eine große Anzahl studentischer Kredite an.

Am Anfang steht die Kalkulation

Die meisten Studenten sind finanziell nicht gerade in Rosen gebettet. Auf Seiten wie kredit-zeit.de gibt es wertvolle Informationen, worauf bei einem Kredit geachtet werden sollte. Die Höhe des Kredits hängt natürlich davon ab, wofür das Geld überhaupt benötigt wird. Wer etwa in einer Prüfungsphase nicht arbeiten gehen kann, dem reichen womöglich einige hundert Euro pro Monat. Sollen dagegen die gesamten Studiengebühren oder die Miete per Kredit ausgeglichen werden, ist der Betrag direkt wesentlich höher.

Unterscheiden zwischen normalen und besonderen Ausgaben

Die Lebenshaltungskosten sind höher denn je. Miete, Strom, Telefon, Internet und natürlich mobiles Internet schaffen monatliche Fixkosten von gut und gerne 500 Euro. Das ist viel Geld für Studenten, hält sich aber noch im Rahmen, da dauerhaft damit kalkuliert werden kann. Anders sieht es bei speziellen Aufwendungen aus. Zum Beispiel beim Umzug: So gut wie immer werden einige neue Dinge benötigt, Wandfarbe und Transportkosten dürfen auch nicht vergessen werden. Noch kostspieliger ist das beliebte Auslandssemester: Alleine die Studiengebühren im Ausland sind viel höher als in Deutschland, und da fernab der Heimat nebenbei noch etwas erlebt werden möchte, sind auch die Lebenskosten normalerweise höher als zuhause.

Kredite vergleichen und beantragen

Ein Kredit ist somit oft die einzige Möglichkeit, studentische Träume zu verwirklichen. Aufgrund des geringen Einkommens (wenn überhaupt) stehen Banken dem Antrag jedoch vorsichtig gegenüber. Kleinere Beträge über begrenzte Laufzeiten sind die Regel, die aber oft schon aus der Klemme helfen können. Zudem sind Studentenkredite häufig mit fairen Zinsen versehen, damit die Last nicht zu hoch wird – schließlich hat die Bank keinen Vorteil davon, wenn der Rückzahlungsplan ins Straucheln gerät. Übrigens: Der beste Weg zu gesunden Finanzen heißt immer noch Sparen. Das klingt negativer, als es tatsächlich ist, denn wer geschickt mit seinem Geld umgeht, muss nicht einmal groß verzichten – und hat trotzdem am Ende mehr Geld in der Tasche übrig. Es geht eben immer darum, an welchem Ende man spart. Auch das will gelernt sein, doch immerhin für ihren Lernwillen sind Studenten ja bekannt.

Tipps für die Bafög-Rückzahlung

Erhält man als Student finanzielle Unterstützung in Form von Bafög, muss man nach Beendigung des Studiums die Hälfte dieser vorgeschossenen Summe auch wieder zurückzahlen. Diesbezüglich möchten wir im Folgenden einige Tipps geben.

Erhält man als Student finanzielle Unterstützung in Form von Bafög, muss man nach Beendigung des Studiums die Hälfte dieser vorgeschossenen Summe auch wieder zurückzahlen. Diesbezüglich möchten wir im Folgenden einige Tipps geben.

Eine vorzeitige Tilgung zahlt sich aus

54 Monate nach der Förderungshöchstdauer erhalten die Studenten, die Bafög bezogen haben, einen Bescheid des Bundesverwaltungsamtes, in dem sie zu einer Rückzahlung aufgefordert werden. 6 Monate später müssen sie dann mindestens vierteljährlich 315 Euro zurückzahlen, bis die jeweilige Summe erreicht wurde. Vorteil des Bafögs: Das Darlehen kommt ohne Zinsen aus, was mit einem reduzierten zeitlichen Druck während der Tilgungsphase verbunden ist. Es kann sich jedoch lohnen, den Kredit vorzeitig zu tilgen. Hierfür nehmen die ehemaligen Studenten in manchen Fällen sogar günstig konditionierte Kleinkredite auf (mehr Infos dazu zum Beispiel auf Kleinkredit.net). Wird ein Darlehen auf diese Weise vorzeitig getilgt, so ist, laut Bafög-Gesetz Paragraph 18, Absatz 5b, auf Antrag des Rückzahlers ein Nachlass von der Darlehensrestschuld zu gewähren. Wer Geld auf der hohen Kante hat, kann diesem Paragraphen zufolge beliebige Beträge zwischen der Mindestrate und der vollen Darlehenssumme jederzeit tilgen. Ein Teil der Schulden wird dann erlassen. Unter Umständen handelt es sich dabei um beträchtliche Summen!

Die Freistellung von der Rückzahlung

Das Bafög-Darlehen birgt viele Vorteile. Wie wir oben bereits angemerkt haben, fallen keine Zinsen an, was das Risiko dieses Darlehens recht überschaubar werden lässt. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht fernerhin die Möglichkeit, sich von der Rückzahlung freistellen zu lassen. Wenn der Berufseinstieg nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat und das eigene Einkommen unter 960 Euro sinkt, kann man sich beispielsweise befreien lassen. Lebt der ehemalige Student allerdings mit einem Ehepartner zusammen, steigt die Grenze um 480 Euro auf 1 440 Euro. Auch Kinder und der damit verbundene Bezug von Kindergeld erhöhen diese Grenze erneut um 435 Euro.